Deutsche Gesellschaft für Koloproktologie (DGK)
45. Deutscher Koloproktologen-Kongress, München, 14.-16. März 2019


Seminare Donnerstag, 14. März 2019

  Salon Chagall
10.00 – 17.00 Anorektale Endosonographie und Beckenbodensonographie in 2D- und 3D-Technik - Indikation und Interpretation
  Leitung:
M. Kowallik, Köln
A. P. Wieczorek, Lublin/Polen
T. Kuruc, Wuppertal
J. Paede, BK medical
  Die anorektale Endosonographie ist eine wertvolle Untersuchungstechnik in der Koloproktologie. Etabliert wurde die Methode ursprünglich als Stagingverfahren für die lokale Beurteilung von Rektumtumoren. Darüber hinaus liefert sie wertvolle Zusatzinformationen bei einer Vielzahl von anderen bös- und gutartigen Erkrankungen des Anorektums und auch des kleinen Beckens.

Zudem kann die Endesonographie zur differenzierten Diagnostik von Funktionsstörungen im Bereich des Beckenbodens eingesetzt werden. Der Kurs richtet sich insbesondere an Kollegen, die bereits mehr oder weniger umfangreich Erfahrung mit dieser Untersuchungsmethode gesammelt haben. Dem Anfänger bietet das Curriculum einen guten und profunden Einblick in die Möglichkeiten der 2D und 3D Endosonographie für den Bereich Beckenboden.

Der Kurs soll einen interdisziplinären Charakter haben, sodass konservativ und operativ tätige Kollegen davon profitieren können.

Besonderer Fokus wird auf den klinischen Bezug gelegt und weniger auf die Darstellung wissenschaftlicher Daten. Anhand von zahlreichen Beispielen, Videopräsentationen und Übungen sollen Befunde interaktiv dargestellt sowie Tipps und Tricks vermittelt werden. Die Teilnehmer bekommen die Gelegenheit mit bereitgestellten Ultraschallscannern zu arbeiten um diese Technik kennenzulernen.
   
  Begrüßung und Einführung:
M. Kowallik, Köln
   
10.00 – 12.00 Anus und Rektum
   
  Grundlagen Ultraschall, wichtiges für die Praxis
J. Paede, BK medical
  Topographische und sonographische Anatomie
M. Kowallik, Köln
  Anorektum und Sphinkter (Abszess, Fistel, Tumor, Inkontinenz)
T. Kuruc, Wuppertal; M. Kowallik, Köln
   
12.00 – 13.00 Mittagspause
   
13.00 – 17.00 Beckenboden
   
  Verschiedene Zugangsmöglichkeiten
M. Kowallik, Köln
  Normale Anatomie / Pathologie
T. Kuruc, Wuppertal
  Rektocelen
T. Kuruc, Wuppertal
  Zystocelen + Enterozelen
M. Kowallik, Köln
  Messungen am Beckenboden
M. Kowallik, Köln
   
  Pause
   
  Intussuszeption
T. Kuruc, Wuppertal
  Beckenbodeninsuffizienz
M. Kowallik, Köln
  Befunde und Videopräsentation (an Einzelbeispielen)
T. Kuruc, Wuppertal; M. Kowallik, Köln
   
Mit freundlicher Unterstützung von

BK medical Medizinische Systeme GmbH

Hitachi Medical Systems GmbH
   
  Salon Rumford
10.00 – 16.00 Skills Lab: Transanale, Minimal Invasive Chirurgie (für Fortgeschrittene)
  Vorsitz:
F. Aigner, Berlin
A. Rink, Leverkusen
W. Kneist, Mainz
  Integrierte Vorträge:
  TaTME – eine Nutzen-Risiko-Analyse
A. Fürst, Regensburg
  Technische Voraussetzungen für den transanalen Zugang und Einführung in das Skills-Lab
A. Rink, Leverkusen, F. Aigner, Berlin
  Transanale Resektion von benignen Läsionen und T1 Karzinomen
J. Baral, Karlsruhe
  Transanale TME (TaTME) – Step-by-step approach
W. Kneist, Mainz
  Pitalls der TaTME
F. Aigner, Berlin, A. Rink, Leverkusen
  Übungs-Inhalte:
1. Transanale Exzision von Polypen mit Darmnaht
2. Zirkuläre Tabaksbeutelnaht
3. Peranale Stapleranastomose, zirkuläre Rektummobilisation

In den vergangenen Jahren hat sich die Koloproktologie insbesondere technisch enorm weiterentwickelt und es haben sich völlig neue Zugangswege eröffnet. So hat sich die transanale totale mesorektale Exzision in den Händen von Spezialisten ganz rasant in die klinische Praxis integriert.

Dieser Kurs bietet die Möglichkeit, sich die neuen Techniken der TAMIS, TaTME, TEO und TEM et al. unter Anleitung von Experten in einem eintägigen Kurs zu erarbeiten und so für die Anforderungen der Zukunft gut gewappnet zu sein.

Der Kurs beinhaltet eine theoretische Unterweisung und alle praktischen Details über den sicheren und effektiven Einsatz des transanalen Zugangs zur lokalen Exzision von gut- und bösartigen Läsionen sowie zur TME. Dieser Intensivkurs für 16 Teilnehmer bietet sich idealerweise für Op-Teams an, für Viszeralchirurgen mit Expertise auf dem Gebiet der minimal-invasiven Chirurgie (konventionell laparoskopische und / oder Single-Incision-Techniken), die im Idealfall ebenso erfahren in der transanalen Chirurgie sind.
   
   
  Ballsaal C
  Gastroenterologie-Update für Koloproktologen
  Vorsitz:
H. J. Krammer, Mannheim
M. Schmidt-Lauber, Oldenburg
R. Ehehalt, Heidelberg
14.00 – 14.45 Entzündliche Darmerkrankungen
– Colitis ulcerosa
– M. Crohn
– Proktitis
– Mesalazin-Glukokortikoide
– Immunsupression / Antikörper
– Komplikationen

R. Ehehalt, Heidelberg
14.55 – 15.40 Funktionelle Darmerkrankungen und Ernährungsmedizin
– Reizdarm
– Nahrungsmittelunverträglichkeiten
– Entleerungsstörungen
– Darmflora und Probiotika

H. J. Krammer, Mannheim
   
15.50 – 16.05 Pause
   
16.05 – 17.00 Endoskopie
– Lavage
– Sedierung
– Chromoendoskopie
– Polypektomie und Management

M. Schmidt-Lauber, Oldenburg
   
  Ballsaal A
  Proktologische Dermatologie
  Vorsitz:
B. H. Lenhard, Heidelberg
C. Breitkopf, Münster
14.00 – 15.30 Klinik, Differentialdiagnostik und Therapie von proktologisch-dermatologischen Erkrankungen anhand von Fallbeispielen
   
15.30 – 15.45 Pause
   
15.45 – 17.00 Klinik, Differentialdiagnostik und Therapie von proktologisch-dermatologischen Erkrankungen anhand von Fallbeispielen
   
  Salon Rénoir
  Neuromodulation
  Vorsitz:
K. E. Matzel, Erlangen
O. Schwandner, Regensburg
F.-H. Hetzer, Uznach / Schweiz
14.00 – 14.30 Sakrale Neuromodulation: Indikationen, Behandlungspfad und Versorgungsrealität
O. Schwandner, Regensburg
14.45 – 15.15 Evidenz, Technik und Fehlervermeidung: Lassen sich die Ergebnisse verbessern?
K. E. Matzel, Erlangen
   
15.30 – 15.45 Pause
   
15.45 – 16.15 Alternativen zur SNS – tibiale Stimulation, Pudendusstimulation, Sphinkterersatz
F.-H. Hetzer, Uznach / Schweiz
16.30 – 17.00 Interaktive Diskussion mit Fallbeispielen
   
  Salon Matisse
  Kolorektales Karzinom Chirurgische Onkologie
„Bin ich für die Tumorkonferenz gerüstet?“
  Vorsitz:
T. Schiedeck, Ludwigsburg
W. Hohenberger, Erlangen
14.00 – 14.20 Bildgebung: Anforderungen und Probleme
A. Schmid, Erlangen
14.30 – 14.50 Anforderungen an die chirurgische Expertise: Was muss der Chirurg wissen?
S. Benz, Böblingen
15.00 – 15.20 Leitliniengerechte Therapie im Regelfall
M. Ebert, Mannheim
   
15.30 – 15.45 Pause
   
15.45 – 16.05 Differenzierte Therapie bei Fernmetastasen und fortgeschrittenem Primärtumor
R. Fietkau, Erlangen
16.15 – 17.00 Fallvorstellungen
H. Golcher, Erlangen